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s´Sunnwendfeia in Furth - da Hans erinnert sich



Jetzt wo die Tage endlich wieder länger werden, findet bald die Sonnwendfeuer statt. Wie war das damals denn bei uns in Furth? - Der Hans erinnert sich:

 

 

'Zu unserer Kinderzeit war das Sonnwendfeuer am Schilcherberg oben. Mit Leiterwagen, Kinderschubkarren und ich mit unserem noch existierenden Leiterwagen sind damals einige Tage Holz und Reisig sammelnd von Haus zu Haus gezogen. Dazu gab es folgendes Gedicht:

 

 

„Summend, Summend, Summendfeia, gebt’s uns heia aa a Steia. Die Vid’l und da Veid’l de bitt’n um a Scheid’l, da Johannes um a Burd‘, weil a untakennt’n duad‘. Kemmt’s an (Tag, Uhrzeit) an Schilchabeag as Summentfeia“.

 

 

Das gesammelte Brennmaterial wurde beim Schilcher auf einen großen Leiterwagen geladen und vom Schilcher-Opa dann mit dem Bulldogg auf den Berg rauf gefahren. Es war damals nur ein Feuer, ohne Essen und Trinken. Man traf sich einfach, unterhielt sich und hüpfte über das Feuer. Es war immer eine Riesengaudi. Manchmal hat der Schilcher-Opa auch eine Stange mit einer Hexe aufgestellt. Die Stange war mit Stroh umwickelt und dieses mit Altöl getränkt. Es war manchmal eine Schinderei, bis wir Kinder das ganze Brennmaterial gesammelt hatten. Erwachsene waren an dieser Brennmaterialsammlung nicht beteiligt. Die kamen dann abends erst zum Sonnwendfeuer. Im Nachhinein war das schon (zumal ohne Trinken usw.) eine bescheidene Angelegenheit. Keiner hat aber etwas vermisst - es war halt einfach so.'

 

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